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Magendrehung

Magendrehung

Zum Thema Magendrehung gibt es zwar viele Studien und Vermutungen, aber immer noch keine wissenschaftliche Erklärung, wie und warum es dazu kommt. Bereits drei Mal mussten wir mit unseren zwei Doggen eine Magendrehung miterleben. Zum Glück konnten die Operation immer noch rechtzeitig erfolgen.

Ich möchte an dieser Stelle unsere »Erfahrungen« bzw. wichtige Hinweise zum Thema Magendrehung vermitteln. Sie sollen Tierfreunden helfen, das Symptom der Magendrehung schnell zu erkennen und umgehend zu handeln. Nur so hat das Tier eine sehr gute Überlebenschance.

Was kann man bereits im Vorfeld tun?

  • Telefonnummern und Öffnungszeiten der örtlich am nächsten liegenden Tierklink im Impfausweis vermerken
  • Telefonnummern für Tiernotdienste immer parat haben
  • gelegentliches Überprüfen der Aktualität der Daten
  • gelegentliches Abtasten der Bauchgegend beim gesunden Hund

Nur wer sein Tier im gesunden Zustand kennt, kann schnell erkennen, wenn etwas »anders« ist

Anzeichen

  • Unruhigwerden des Tieres nach ca. einer halben bis einer Stunde seit der letzten Nahrungsaufnahme
  • Tier hat Brechreiz (Würgeerscheinungen), kann sich aber nicht übergeben
  • Bauch fässt sich schon ein wenig hart an
  • Bauch ist schon ein wenig gebläht

Schnelles Handeln / Operation

  • bei geringstem Verdacht auf einen Magendrehung, Kontakt mit der Tierklinik aufnehmen und Vermutung äußern
  • Hund ins Auto laden und auf schnellstem Wege Tierklinik aufsuchen
  • Ablauf in der Tierklinik

  • Auf Dringlichkeit aufmerksam machen, falls Ärzte gerade mit einem anderen Tier, wo keine Lebensgefahr besteht,»beschäftigt« sind.
  • Röntgen des Tieres zur Diagnosebestätigung
  • Vorbereiten und Durchführen der Operation
  • Fixieren des Magens an der Bauchhöhle (gängige Methode)
  • während der Operation Ergreifung von weiteren Maßnahmen möglich (z.B. Entfernen der Milz oder Teile des Magens)
  • Information der Ärzte an den Hundehalter über den Verlauf der Operation

Kosten

Die Kosten können unterschiedlich hoch sein. Sie sind von verschiedenen Faktoren abhängig, wie z.B.

  • von der Dauer des stationären Aufenthaltes (ca. drei bis vier Tage
  • von der Menge der Einnahme von Medikamenten
  • von dem Kostensatz der Klinik
  • von der Schwere der Operation, etc.
  • die Kosten in der Universitätstierklinik Leipzig lagen bei den drei Operationen zwischen je 550,- und 750,-
  • Informationen von anderen Hundefreunden, die für eine Operation über 2200,- bezahlt haben, liegen mir vor.
  • Empfehlung: Abschluss einer Hunde-OP-Krankenversicherung z.B. bei der Uelzener Versicherung zum Abwenden der Ausgabe einer nicht geplanten hohen Geldsumme

Nachbehandlung

  • Dauer der Spaziergänge reduzieren (je nach Beschaffenheit und Konstitution des Hundes)
  • Spaziergänge an der Leine durchführen
  • kein Spielen mit anderen Hunden in den ersten vier Wochen
  • Verabreichung von vier bis fünf Mahlzeiten am Tag
  • Einweichen des Trockenfutters bzw. Umstellung der Futters auf andere Varianten ( Fleisch, Gemüseflocken etc.)
  • nach ca. vier Wochen langsam wieder an das »normale« Leben gewöhnen
  • Beibehaltung von möglichst drei Mahlzeiten am Tag (zwei Futterrationen als Minimum ansehen)

Was mir noch am Herzen liegt

Ich wäre für weitere Hinweise, die andere Hundebesitzer oder Züchter zum Thema Magendrehung gesammelt haben, sehr dankbar. Vielleicht kommt man der Ursache dadurch näher.

Im Internet wird derzeit eine Fragebogenaktion auf Initiative einer Hundefreundin und einem Tierarzt durchgeführt, die neue Erkenntnisse bringen könnte. Auch wir haben uns an der Aktion beteiligt.

Ich kann nur hoffen, dass »uns« weitere Drehungen erspart bleiben. Die Ärzte in der Tierklinik konnten uns diese Angst auch nach der Drehung des Magens bei Brutus nicht nehmen, denn selbst nach der Fixierung des Magens ist eine erneute Drehung nicht auszuschließen